Archive fü Juli, 2010

Autor: Gemeindeverwaltung, 02.07.2010, Kategorie: Aktuelles

Schon wieder ein Abriss

So oder ähn­lich fällt viel­leicht momen­tan ein Satz in man­chen Dorf­ge­sprä­chen, die seit Bekannt­wer­den des Abriss vom Kino geführt wer­den. Man könnte jetzt mit einem ein­fa­chen JA ant­wor­ten. Aber ich möchte an die­ser Stelle die Hin­ter­gründe des JA beleuchten.

Seit vie­len Jah­ren ist das Kino ver­weist. Eine Nut­zung konnte lei­der bis auf ganz ver­ein­zelte Ver­an­stal­tun­gen nicht erreicht wer­den, war in den letz­ten Jah­ren durch die defekte Hei­zung nicht mehr mög­lich. Durch den Auf­bau des Saa­les mit dem für das Anbrin­gen der Sitz­rei­hen typi­schen Gefälle des Bodens war eine ein­fa­che Umnut­zung nicht durch­führ­bar und somit fan­den sich auch keine Inter­es­sen­ten für einen ande­ren Ver­wen­dungs­zweck. In den letz­ten Jah­ren nagte der Zahn der Zeit ener­gisch. Immer wie­der plat­zen im Win­ter Rohre. Nach dem stren­gen letz­ten Win­ter hatte sich der Zustand noch­mals sehr stark ver­schlech­tert. Immer brei­ter wer­dende Risse zier­ten die Decke im Saal. Die Decke war stel­len­weise so nass, dass die Plat­ten der Ver­klei­dung sich in Grö­ßen­ord­nun­gen lös­ten. Bereits im letz­ten Jahr gab es einen Vor-Ort-Termin mit Dr. Ros­ner vom Lan­des­amt für Denk­mal­pflege Sach­sen. Die­ser teilte der Bau­amts­lei­te­rin Frau Häh­nel und mir im Gespräch mit, dass eine Sanie­rung, die zur dau­er­haf­ten Nut­zung nötig wäre, einen Kos­ten­rah­men von rund 1 Mil­lion Euro haben würde. Das ist für die Gemeinde ein­fach nicht zu stem­men, noch dazu, wo es kei­ner­lei Nut­zungs­kon­zept oder echte Inter­es­sen­ten für eine Nut­zung gibt. Die Gemein­de­räte sahen sich das Kino noch ein­mal gemein­sam an und stimm­ten für einen Abriss des Objek­tes. Natür­lich ist es trau­rig, wenn wie­der ein mit so vie­len Erin­ne­run­gen ver­bun­de­nes Gebäude aus dem Orts­bild ver­schwin­det. So man­che Flim­mer­stunde, Jugend­wei­hen und ähn­li­che Ver­an­stal­tun­gen wer­den das Haus für uns unver­gess­lich machen. Aber es ist der bes­sere Weg, statt in den nächs­ten Jah­ren eine wei­tere Ruine wie gegen­über bei Marx‘ Fabrik ste­hen zu haben.

J. Jähne, Bürgermeisterin

 

1 Kommentar

Aktuelle Beiträge

Kategorien

Beitragsarchiv

August 2011 (1) März 2011 (2) Februar 2011 (3) Januar 2011 (1) Dezember 2010 (3) Oktober 2010 (4) August 2010 (2) Juli 2010 (1) Juni 2010 (3) Mai 2010 (1) April 2010 (2) Februar 2010 (3) Januar 2010 (1) Dezember 2009 (1) November 2009 (2) Oktober 2009 (8) September 2009 (5) August 2009 (3) Mai 2009 (1) April 2009 (10) August 2008 (1) Juli 2008 (13) Juni 2008 (7) Mai 2008 (7) April 2008 (13) März 2008 (5) Januar 2008 (14) Dezember 2007 (3) November 2007 (6) Oktober 2007 (2) Juni 2007 (1) März 2007 (4) Januar 2007 (4) Dezember 2006 (2) November 2006 (5) Mai 2006 (9) April 2006 (2) Januar 2006 (1) Dezember 2005 (7) November 2005 (6) August 2005 (1) Juli 2005 (3) Juni 2005 (1) Mai 2005 (2) April 2005 (14) März 2005 (4) Februar 2005 (5) Januar 2005 (3) Dezember 2004 (3) November 2004 (1) Oktober 2004 (15) September 2004 (24) August 2004 (2) Juli 2004 (4) Juni 2004 (3) Mai 2004 (4) April 2004 (9) März 2004 (2) Januar 2004 (3) Dezember 2003 (5) November 2003 (2) Oktober 2003 (3) September 2003 (4) August 2003 (4) Juli 2003 (1) Juni 2003 (11)

RSS-Feeds